Marktratssitzung vom 22.07.2025
Marktrat Mantel kämpft um Zuschüsse: Klimaprojekt bei der Kirche
Im Manteler Gemeinderat ging es zuletzt um den Neubau des katholischen Pfarr- und Jugendheimes, die Außenanlagen und die Neugestaltung der Pöpplgasse – und auch um den Weg zu möglichst guten Förderungen.
Nach der Umgestaltung der Pöpplgasse kann der gefährliche Gehweg in der Hüttener Straße umgangen werden (Bild: sei).
Nach der Umgestaltung wird die Pöpplgasse barrierearm sein und neben den Treppen wird es eine Rampe geben (Bild: sei).
(sei) In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates Mantel wurden die Außenanlagen des katholischen Pfarr- und Jugendheims und die Neugestaltung der Pöpplgasse ausführlich diskutiert. Jonas Murr und Sebastian Grundler von den 2G-Architekten stellten das Projekt vor. Für den Neubau wurde in Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz, Sachgebiet Städtebauförderung, nach einem Weg gesucht, finanzielle Unterstützung zu erreichen.
Da die Unterstützung eines Neubaus äußerst schwierig bis fast unmöglich ist, wurde untersucht, inwieweit die ebenfalls erforderlichen Außenanlagen im Rahmen einer Ordnungsmaßnahme über die Städtebauförderung unterstützt werden können. In Abstimmung mit der Regierung haben die 2G-Architekten ein Konzept für die Gestaltung der Außenanlagen und die Neugestaltung der Pöpplgasse entwickelt, das letztendlich sowohl die Zustimmung der Verwaltung der Marktgemeinde Mantel, der Katholischen Kirchenstiftung als auch der Regierung fand.
Daraus ergeben sich Vorteile sowohl für den Markt Mantel als auch für die Kirchenstiftung. Es bedeutet eine verbesserte Wegführung für Fußgänger rund um das Kirchenareal, eine Verbesserung der Situation im Bereich der Pöpplgasse sowie eine Abkürzung und gute Wegverbindung zwischen Hüttener- und Weinstraße. Der gefährliche schmale Gehweg entlang der Stützmauer an der Kirche in der Hüttener Straße kann nun umgangen werden.
Parkähnliche Anlage
Im Bereich hinter der Kirche entsteht eine parkähnliche Anlage mit Grünflächen, schattenspendenden Bäumen und Pergolen. Für die Städtebauförderung ist die Schaffung eines Mikroklimas wichtig, das der zunehmenden Erwärmung der Städte entgegenwirkt. Es werden 18 Bäume neu gepflanzt, eine Wildblumenwiese angelegt und anfallendes Regenwasser versickert.
Die Voraussetzungen für die Aufnahme des Projektes in das Sonderprogramm „Klima wandelt Innenstadt“ sind gegeben. Dadurch erhält die Gemeinde einen erhöhten Fördersatz von 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Finanzierungshilfe der Regierung beträgt 257.240 Euro, der Eigenanteil des Marktes 64.310 Euro. Die Gesamtkosten betragen 321.551 Euro. Einstimmig beschloss das Gremium die finanzielle Unterstützung des Projektes und die Neugestaltung der Pöpplgasse.
Entsprechend notwendige Verträge mit der Katholischen Kirchenstiftung werden abgeschlossen. Die Verwaltung beziehungsweise der Sanierungsträger Stadtbau-Amberg sind ermächtigt, entsprechende Zuwendungsanträge an die Regierung der Oberpfalz zu stellen. Um den Bau des Pfarr- und Jugendheims mit Außenanlagen und die Sanierung der Pöpplgasse zu ermöglichen, beschlossen die Räte, der Kirchenstiftung St. Peter und Paul einen Zuschuss von 30.000 Euro zu gewähren. Dies soll auch dazu dienen, ein Finanzierungsdefizit auszugleichen und eine Rückkehr zur ursprünglichen Planung zu verhindern, die die Sanierung der Pöpplgasse ausgeschlossen hätte.
Barrierefreiheit schwer erreichbar
Die Pöpplgasse wird nun barrierearm, da am Ende eine Rampe mit 8 Prozent Neigung gebaut wird. Für Barrierefreiheit würden 6 Prozent Gefälle benötigt, was laut Architekten nicht möglich sei. Zweiter Bürgermeister Siegfried Janner möchte jedoch Barrierefreiheit erreichen und stellte den Antrag, dass das Architekturbüro nochmals prüfen solle, ob die Stufen anders angelegt werden könnten, auch wenn damit Kosten von etwa 1.000 Euro verbunden seien. Dem wurde zugestimmt.
Erste Aufträge für Erweiterung Hüttener Straße vergeben
Der Markt Mantel erweitert sein Mischgebiet Hüttener Straße. Der Marktrat vergibt dazu die ersten Aufträge. Festgelegt werden Zuschüsse für Ausflüge von Ministranten, Schülern und Fußball-Junioren.
Auf dem Acker hinter dem neuen Festplatz wird das Mischgebiet Hüttener Straße erweitert. Den Auftrag für Planungsleistungen und Bauleitplanung erhält die Firma Blank & Partner aus Pfreimd (Bild: sei).
(sei) Bei der letzten Sitzung des Marktgemeinderates vor der Sommerpause mit vielen Zuhörern wurde der Auftrag für die Planungsleistungen für die Erweiterung des Mischgebietes an der Hüttener Straße der Firma Blank & Partner aus Pfreimd erteilt. Die Flächennutzungsplanänderung wird pauschal für 3.090 Euro erledigt, die Erstellung des Umweltberichtes für 1.500 Euro, eine eventuelle artenschutzrechtliche Prüfung für 2.250 Euro. Der Bebauungsplan wird nach HOAI berechnet. Genehmigt wurde der Abbruch einer bestehenden Scheune. An Ort und Stelle entsteht eine landwirtschaftliche Lagerhalle.
Der Bauausschuss hatte sich dafür ausgesprochen auch den Weg an den Containern im Zuge der Außenanlage am Feuerwehrhaus zu pflastern. Hier ging der Auftrag an die Firma Georg Kraus aus Mantel für 37.811 Euro. Das Gremium nahm von der Gestaltungsfibel Kenntnis und der Änderung im Programmtext zum kommunalen Förderprogramm. Die Caritas bekommt für die Sonnenfahrt einen Zuschuss von 50 Euro. Die katholische Kirchenstiftung bekommt 10 Euro je Tag Zuschuss für Manteler Ministranten für die Fahrt nach München. Die Grund- und Mittelschule Weiherhammer erhält ebenfalls 10 Euro je Tag pro Manteler Kind für Kennenlerntage in der Jugendherberge Tennenlohe. Der VfB erhält ebenfalls diesen Betrag pro Kind und Tag für den Tagesausflug der A und B Junioren.
Bürgermeister Richard Kammerer informierte über eine Durchschlageübung des Bundeswehr am 11. September von 8 Uhr bis 22 Uhr. Es werden sich bewaffnete Soldaten taktisch durch das Gemeindegebiet bewegen und bewaffnete Lagedarsteller sind eingebunden. Sollte mit Platzpatronen geschossen werden, passiert das nicht im bebauten Gebiet. Kammerer lud noch zur Steinfelser Kirwa am 15. August ein, zum Bürgerfest am 17. August, das viele Helfer benötigt und viel Arbeit bringt. Die Zuhörer konnten Gestaltungsfibeln mitnehmen. Das Gremium tagt am 9. September wieder.
Quelle: Der Neue Tag