Marktratssitzung vom 28.04.2026
Manteler Marktgemeinderat vergibt in letzter Sitzung Sanierungsaufträge
Der Marktgemeinderat in Mantel erteilt einstimmig Aufträge für die Sanierung der Mehrzweckhalle. Weitere Ausgaben und Planungen wurden ebenfalls beschlossen.

Bei der Sanierung der Mehrzweckhalle mit Umbau in eine Sporthalle wurde mit den Baumeisterarbeiten begonnen (Bild: sei).

Bei den Straßenbauarbeiten im Ossangerweg wird ein Glasfaserkabel mit verlegt (Bild: sei).
(sei) Bei der letzten Sitzung des scheidenden Manteler Marktgemeinderats erteilten die Räte zahlreiche Aufträge, unter anderem für die Sanierung der Mehrzweckhalle. Diese Aufträge wurden einstimmig vergeben. Die Firma Ehm übernimmt die Heizungs- und Lüftungsarbeiten sowie Sanitärarbeiten für 106.134 Euro beziehungsweise 93.655 Euro. Die Blitzschutzanlage liefert die Firma Häffner für 21.076 Euro. Es wurden auch Eilentscheidungen bekanntgegeben.
Für den Rückbau der Heizungsrohre im Gemeindezentrum entstanden Kosten von 3.319 Euro. Bei der Firma Nüssing mussten zwei Schließzylinder für 4.648 Euro beschafft werden, und für Ausgleichsmaßnahmen bei den Fliesenarbeiten fielen 10.081 Euro an.
Marktrat Siegfried Janner (CSU) bemängelte, dass beim Feuerwehrhaus häufig Eilentscheidungen nötig seien. Franziska Göppl von der SPD hätte gerne einen Gutachter für die Fliesenarbeiten gehabt. Laut Bürgermeister Richard Kammerer überwacht der Architekt die Arbeiten. Bei den Elektroarbeiten für das Feuerwehrhaus waren überplanmäßige Ausgaben von 32.100 Euro zu genehmigen. Richard Kammerer erklärte das Vorgehen, doch Siegfried Janner vermisste Transparenz. Kammerer wies darauf hin, dass die Auflistungen in der Bayern-Box zu finden seien, was für die Freien Wähler und die SPD nachvollziehbar war. AfD-Rat Hermann Schröder wunderte sich jedoch über doppelt so hohe Kosten wie angesetzt. Gegen die Stimmen von Siegfried Janner und Hermann Schröder wurden die Ausgaben genehmigt.
Einstimmig wurde auch das Angebot der Firma Funeral-Technik für zehn Urnenstelen zum Preis von 21.850 Euro angenommen.
Tiny-House zu groß?
Der Bauantrag für ein Tiny House wurde nicht genehmigt, da es sich von der Größe her nicht um ein solches handle, wie Daniela Fuhrmann und Stefan Lippik bemängelten. Christoph Müller von der CSU forderte eine Kontrolle durch das Bauamt.
Die Mittelschule Weiherhammer erhält einen Zuschuss für die Abschlussfahrt von zehn Euro pro Tag und Kind aus Mantel. Für die Anschaffung einer Bodenmatte und eines Tischtennistisches erhält die TSG Mantel-Weiherhammer einen Zuschuss von zehn Prozent des Kaufpreises. Bei der Standortsuche nach einem Mobilfunkmast werden der Telekom das Gemeindezentrum und das Feuerwehrgerätehaus als mögliche Standorte mitgeteilt.
Einstimmig wurde die Jahresrechnung 2024 genehmigt und die Entlastung erteilt. Ein Auftrag für die Ausführungsplanung des Glasfaserausbaus im Ossangerweg wird der Firma IK-T erteilt. Die entstehenden Kosten würden laut dem Bürgermeister wieder hereinkommen. Die Firma Sommer wurde mit dem Glasfaserausbau im Ossangerweg beauftragt; die Kosten betragen etwa 45.000 Euro brutto.
Abgestimmte Reihenfolge
Richard Kammerer bemerkte zu einem Leserbrief von Dr. Manfred Klier im Neuen Tag, dass der Marktgemeinderat die Reihenfolge der Baumaßnahmen abgestimmt habe. Zuerst erfolge der An- und Umbau des Feuerwehrhauses, danach der Umbau der Mehrzweckhalle zur Sporthalle. Anschließend folgten die Maßnahmen am Anwesen Marktplatz 5 und in der Etzenrichter Straße 1. Diese Reihenfolge sei mit der Regierung der Oberpfalz abgestimmt und im Haushalt berücksichtigt. Die Regierung habe empfohlen, nicht mehrere Bauprojekte gleichzeitig zu beginnen. Ein Förderantrag könne erst gestellt werden, wenn eine Planreife vorliege.
Die konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates findet am Montag, 11. Mai, um 19 Uhr in der Aula der Grundschule statt. Dabei verabschiedet man die ausscheidenden Marktratsmitglieder und vereidigt die neu gewählten Mitglieder.
Quelle: Der Neue Tag
